Wolkenverhangener Himmel, Wind aus Nordost und kein Regen – bereits um 9 Uhr war Auslaufen angesagt, pünktlich um 10 Uhr sollte der erste Startschuss fallen. „Heute soll der Wind bis zu 19 Knoten stark werden“, sagte Sebastian Höke (SV Schluchsee) bevor er seinen Laser 4.7 zur Slipanlage zog. „Ich bin ja eher ein Leichtgewicht, das wird heute sicher spannend“.

Am Donnerstag war er nach drei Wettfahrten Erster geworden und startete heute im gelben Trikot. Seine Starts, gab er zu, seien nicht so gut gewesen. Doch dann habe er auf der ersten Kreuz den Rechtsdreher bemerkt, ihn ausgenutzt und seinen Vorsprung auf der zweiten Kreuz weiter ausgebaut. 2019 09 06 ljm2
Auch heute war ein Gespür für Winddreher angesagt, und Sebastian wusste sie wieder für sich zu nutzen. Zum Glück frischte der Wind nicht auf 19 Knoten auf und er darf auch morgen das gelbe Trikot wieder tragen.
„Manchmal war’s fies mit den Drehern“, fand Sophie Schneider, und in manche Böen habe sie nicht so recht reingefunden aber auf dem Vorwindkurs sei sie richtig schnell gewesen und habe aufgeholt. Zweite ist die Opti-Seglerin vom Württembergischen YC geworden und startet morgen im blauen Trikot.2019 09 06 ljm3
Glück im Unglück hatte eine 420er-Seglerin. Noch im Trapez wendete ihre Steuerfrau und katapultierte sie ins Wasser. Die beiden wurden an Land geschleppt und die Kopfschmerzen konnten mit einer Tablette kuriert werden.
Inzwischen starteten auch die Laser Radial zum vierten Mal und wieder hatte Oliver Sanders den Bug vorne. „Oliver war schon im Laser 4.7 ein Top-Segler“, sagte Landestrainer Peter Ganzert, der den 16-Jährigen vom SS Rotachsee in Bayern trainiert. Knapp vor Patrick Keck (YC Meersburg) sei er erst kürzlich bayerischer Jugendmeister geworden.2019 09 06 ljm4 „Er ist fit, klettert und macht 25 Klimmzüge“, erzählte Ganzert. Erstaunlich sei auch, wie selbstständig der junge Mann bereits sei. Alleine mit seinem Rucksack reist er im Zug, das Boot werde von anderen Eltern transportiert. Auch Oliver startet morgen wieder im gelben Trikot.
Für Segler, die schon immer einmal mit Schiedsrichtern sprechen wollten, ergab sich nach dem Essen eine seltene Gelegenheit. Mit viel Humor und sehr anschaulich beantwortete Timo Hass ihre Fragen.

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