Zum Glück hält das Wetter nicht immer was die Prognose verspricht: Statt Dauerregen und Flaute waren abwechslungsreiche Winde und zum Nachmittag sogar etwas Sonne angesagt. Wie gestern konnten die Wettfahrtleiter Punkt 10 Uhr bei leichtem Wind aus westlichen Richtungen und Regen den ersten Start anhupen.

Doch nicht alle Segler waren zufrieden mit ihrer Leistung: „Kurz vor dem Start wurde mir die Lücke genommen und ich hatte keinen Platz“, klagte Max Gasser (WC Wäschbruck) nachdem er im Laser 4.7 gleich zu Beginn des Tages einen ersten Platz gefahren war. Trotz des schlechten Starts bemerkte er den Linksdreher und bekam rechtzeitig mächtig Speed auf der richtigen Seite.
Auch Samira Hummler schlug sich tapfer. „Samira hat sich gut entwickelt“, lobt ihr Trainer Peter Ganzert, „sie ist mit Spaß und Zielstrebigkeit dabei“. Dabei war die großgewachsene 14-Jährige vom SC Laupheim im Opti nur zum Spaß unterwegs und segelt erst seit einem Jahr im Laser 4.7.2019 09 07 ljm samstag1

Nach der ersten Wettfahrt war Pause angesagt, in der sich der Wind neu orientierte. Für die nächsten drei Wettfahrten blies er mit zunehmender Stärke aus südlicher Richtung und baute auch ein wenig Welle auf.
Bei den 420ern fiel das Team mit den gelben Trikots, den Siegern vom Freitag auf. Bei den Manövern an der Tonne wurde es bei Julius Osner und Moritz Stemmler regelmäßig laut an Bord. „Wir versuchen uns immer gegenseitig zu pushen und während der Wettfahrt kann es auch einmal lauter werden“, erklärte Julius. Doch bösartig sei das nie und nach dem Zieleinlauf alles wieder gut. Das gemischte bayerisch-württembergische Team vom Lindauer SC und dem YC Langenargen musste das gelbe Trikot am Ende des Tages an Timo Dähn und Nick Schuler vom SMC Überlingen abgeben und geht am Sonntag in Rot an den Start.2019 09 07 ljm samstag3
Auf derselben Bahn, vor der MTU und dicht unter Land, war auch Elina Schieback den dritten Tag in Folge in Gelb unterwegs. „Hoffentlich behalte ich das Trikot“, sagte die Europe-Seglerin vom YC Noris. „Ich bin schwer und groß und hatte gestern viel Spaß, heute ist aber nicht mein Wind“. Ihr Ziel, nicht Letzte zu werden habe sie noch auf jeder Regatta erreicht erzählt sie. Dabei segle sie nur zum Spaß. Am Samstag jedenfalls wurde sie wieder Erste und geht auch am Sonntag wieder im gelben Trikot in ihrer „Lady Marmelade“ auf die Bahn.

Als es am schönsten wurde war nach vier Wettfahrten Schluss für den Tag und auf die Segler wartete ein Abendessen.